Vielen ist nicht bekannt, dass der Arbeitsbegriff bei Marx auf Hegel zurückgeht. Im subjektiven Geist werden die einzelnen menschlichen Kompetenzen in theoretische und praktische unterteilt. Die Intelligenz steht für die theoretischen Kompetenzen, während die einzelnen Handlungen dem Willen unterstehen. Als Philisoph der Freiheit ist klar, dass jede einzelne Stufe auf beiden Seiten abstrakter und losgelöster von der „Materie“ der Realität sein muss. So steht auf der praktischen Seite noch der Genuss gegenüber der direkten Vernichtung des Objektes, während der Trieb das Objekt zwar bewahrt es aber auf der reinen Ebene des Objektes betrachtet. Darüber steht die Neigung, welche Hegel gerne mit dem Beispiel von Antigone darstellt. Der Bürger jedoch, der sich vom Untertan auf diese Weise erhebt, dass er über die Neigungen reflektieren und abstrahieren kann, ist der Arbeit näher. Die Arbeit verformt die Realität hinterlässt aber auch Spuren im Bewusstsein der arbeitenden Person. So kann ich beispielsweise etwas über mich selber lernen, wenn ich ein Kunstwerk erschaffe, das Werk ist ein Teil von mir. Erst die Arbeit erschafft – bei Marx – Tauschwert oder Gebrauchswert und kann dann in den Konflikt von Individuum und Allgemeinheit eintreten. Der materialistische Waren –  Geld – Waren Fluss erzeugt dann möglicherweise Mehrwert, der durch die Kapitalisten, welche die Arbeiter dann nur ausbeuten würden, abgeschöpft wird. Sie werden von ihrer Arbeit in mehrfacher Hinsicht entfremdet. Aber der Arbeitsbegriff ist hegelianisch.