War das Ansich bei Kant noch das, was unerkannt im Verborgenen bleibt, etwa wie es wirklich ist, so ist es bei Hegel das, was an sich ist, etwas, was in seinem Begriff ist. Das Ansichsein ist Potenz und Anlage. Die drei Termini beziehen sich auf die Bewegung des Geistes. Ansichsein des Geistes ist aber auch dort, wo der Begriff als blind wirkender Telos in einem real Seienden aber unreflektierten Dasein ist. Dort, wo die Dinge Begriffe sind, diese aber noch nicht erreicht haben. Es scheint so, als wäre das Ansichsein das Unterbewusste. Fürsichsein hat die Bedeutung der Individuation, als alles Nicht-Ich ausschließende Negativität. Fürsichsein kann eine Pflanze, ein Tier oder ein Mensch sein, der sich in die Existenz entäußert. Gleichzeitig bedeutet Fürsichsein, auch ein sich selbst bewusster und reflektierter individueller Geist. Ansichsein und Fürsichsein sind unterschiedliche Momente der Substanz, wobei Fürsichsein schon in der entfalteten Bewegung ist. Die spekulative Einheit von Ansichsein und Fürsichsein ist für Hegel das Anundfürsichsein. Die Momente sind untrennbar miteinander verbunden. Das Anundfürsichsein ist das reine Selbstbewusstsein des Geistes. Der Quellpunkt menschlicher Freiheit ist der unterschiedene und gleichzeitig konkrete Begriff, der im Selbstbewusstsein des Menschen zu seinem vermittelten Anundfürsichsein gelangt.